Donnerstag, 18. März 2010

Der Niedergang des Computers

Es gab mal Zeiten, da hatten Computer keine Maus. Das war noch „true“, wie der Metaller sagt. Die Software kam komplett ohne Zeigegeräte aus, weil alles per Tastureingabe steuerbar war. Nicht mal graphische Benutzeroberflächen gab es. Wie gesagt: alles per Texteingabe. Assembler, DOS, das waren noch Zeiten.
Heute leben wir im Zeitalter von Windows 7, Aero und Widescreen-Bildschirmen. Hat sich niemand Gedanken darüber gemacht, dass ein Widescreen total schlecht zum Verarbeiten von Text, zum Surfen im Internet, generell zum Arbeiten an sich ist? Die Dinger sind nur noch zum Filme gucken gut. Die Frage ist: Wer will auf nem 12“ Monitor Filme gucken? Ich nicht. Dafür besitze ich einen Beamer. Wozu müssen meine Fenster, die ich aus der Taskleiste wiederherstelle, mit einem „Schwupp“ und einer hübschen Animation, die mich maßlos viel CPU und RAM-Kapazität kostet, in die Mitte des Bildschirms rutschen? Warum müssen Taskleiste, Fensterrahmen und Titelleisten diesen dämlichen Milchglas-Effekt haben? Alles Spielereien, die mich nur Leistung kosten. Gut, ich sehe ein, für Grafiker, Komponisten, EBV-Spezialisten und 3D-Designer ist ein Widescreen-Bildschirm vielleicht sogar von Vorteil, jedenfalls nicht weiter schlimm. Sobald man aber (wie ich in diesem Augenblick) Text bearbeitet, wird’s gerade bei kleinen Bildschirmen kritisch. Dann muss gezoomt, gescrollt und rumgemurkst werden wie die sprichwörtliche „fickende Hölle“. Nervig! Ich plädiere also hiermit für eine Entwicklung des Computers , die ihn wieder einem Arbeitsgerät näherbringt und ein wenig vom Spielzeug entfernt.

Was ich ganz besonders schlimm finde, sind die Tablet-PCs, die in den letzten Monaten den Markt geflutet haben. Was soll ich mit nem Bildschirm mit ein paar Anschlüssen, der dann meist auch noch völlig überteuert ist? (*hust* iPad *räusper*). Ich als bekennender Tastaturfetischist (an dieser Stelle sei noch mal ASUS gelobt, die großartige Firma, die meinen Laptop hergestellt hat, und netterweise eine mechanische Tastatur eingebaut hat, keinen Membrandreck) brauche einfach ne vernünftige Tastatur mit exaktem Druckpunkt und „tactile feedback“. Zuhause am PC verrichtet ein IBM Model M von 1988 seinen Dienst. Diese Tastatur ist einfach unzerstörbar. 22 Jahre Benutzung können ihr ebenso wenig anhaben wie ein Glas Cola oder eine Tasse Milchkaffee, die für eine „moderne“ Tastatur unweigerlich den sofortigen Exitus bedeuten würden.
Damit sind wir auch wieder beim anfänglichen Thema angekommen. Wer sich heute einen PC kauft, bekommt meistens eine Tastatur und eine Maus mitgeliefert. Diese wären, einzeln verkauft, etwa 5 - 10 € wert, und sind einfach scheiße. Beides ist aus extrem billigem Plastik hergestellt, das schnell verkratzt und unansehnlich wird. Die Tastatur liefert einen super schwammigen Anschlag und nach 6 Monaten auf häufig benutzten Tasten (E, N, Leertaste, Enter) die ersten Ausfälle. Toll. Die Maus hat meist eine Auflösung von etwa 400 dpi (moderne Lasermäuse – im Gamingbereich inzwischen Standard - haben um 1.500) und zeigt gleichzeitig mit der Tastatur erste Ausfälle. Sehr solidarisch.

Wer jedoch ein wenig Zeit und Geld (mit Glück 1-2 Anrufe und 10 €) investiert, bekommt schon das legendäre Model M. Es ist wirklich die beste Tastatur, die jemals gebaut wurde. Bei der Maus lohnt es sich wirklich, ein wenig Geld auszugeben. Für ca. 30 - 50€ bekommt man eine neue, sehr gute Gaming-Lasermaus, die sehr präzise und empfindlich arbeitet. Dazu noch ein selbstgebautes Mauspad (mein Tipp: Plexiglasplatte in der Größe eines DIN-A5-Blattes zuschneiden, n halbes Blatt Millimeterpapier drauflegen, mit klarer Bucheinbandfolie bekleben, fertig. Kostenpunkt ca. 3 € - Papier gibt es zum Ausdrucken bei www.papersnake.de) und man hat eine fast optimale Ausstattung, was Peripheriegeräte angeht. Denn schon Konfuzius sagte: „Selbst der teuerste Rechner ist schlecht, wenn du ihn nicht bedienen kannst, weil du am falschen Ende gespart und billige Eingabegeräte gekauft hast, du bOOn!“
Also, gehabt euch wohl. Bonnie, noch 4,5 Tage!

Mit konfuzianistischen Grüßen

clyde
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